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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Ortsverband Ebern e.V.

Presse - Jahreshauptversammlung Bericht 2011

Rudolf Rath (links), 1. Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Ebern und sein Stellvertreter Hermann Lohm (rechts), freuen sich über die Ehrung der jungen DLRG-Mitglieder Jennifer Lurz und Claudia Finzel (2. und 3. von links).

Ebern – Die Jahresversammlung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Ortsverband Ebern, stand im Zeichen der gegenwärtigen für den Verein äußerst unbefriedigenden Situation das Hallenbad in Ebern nicht für Schwimmunterricht nutzen zu können. Ehrungen für zehn- und 25-jährige Mitgliedschaft standen ebenfalls im Mittelpunkt der Versammlung.

Vorsitzender Rudolf Rath machte nachdrücklich deutlich, dass der DLRG-Ortsverband Ebern derzeit wegen des nichtnutzbaren Hallenbades in Ebern vor einer der größten Herausforderungen der Vereinsgeschichte stehe. „Wir brauchen in Ebern ein Hallenbad, es ist für unseren Verein existenziell wichtig“, stelle Rath klar. In diesem Zusammenhang zeigte sich der Vorsitzende erfreut, dass der Verein das Hallenbad in Baunach nutzen darf. „Dafür sind wir sehr dankbar. Bürgermeister Ekkehard Hojer aus Baunach hat sich sehr gut für unsere Belange eingesetzt.“ Bedauert wurde, dass sich die Stadt Ebern bisher sehr zurückhaltend bei der Lösung des kreiseigenen Hallenbadproblems in ihrer Stadt gab. „Da hätte ich vom Bürgermeister und dem Stadtrat mehr Initiative erwartet“, sagte ein Versammlungsteilnehmer. Die Mitglieder der DLRG Ebern kommen nicht nur aus Ebern, sondern aus dem weiteren Umkreis. „Leider“, so Vorsitzender Rath, „haben wir schon einige Austritte verzeichnen müssen, weil das Hallenbad in Ebern seit einiger Zeit nicht mehr benutzt werden kann und unsere Mitglieder, vor allem von außerhalb, nicht noch weitere Wege in Kauf nehmen wollen.“ Bedauerlich sei deshalb, dass die FDP-Kreistagsfraktion keine „schnelle Lösung“ sehe. Das weise schon darauf hin, dass sich alles verzögern wird. Aus Reihen der Versammlungsteilnehmer wurde der Vorwurf der „Verzögerung“, des „Hinausschiebens einer Lösung“ laut. Dazu passe auch, dass wohl schon Proben im Hallenbad Ebern genommen wurden um mögliche Belastungen festzustellen, diese aber noch nicht untersucht seien und somit das Hallenbad Ebern bei der nächsten Kreistagsitzung wohl nicht auf der Tagesordnung stehe.

„Sicher“, so Rudolf Rath, „bekunden uns gegenüber manche Kommunal- und Kreispolitiker ihre Unterstützung, uns nützt es aber nur, wenn wir auch Taten sehen.“ Das Schließen von Hallenbädern bemängelte Harald Theuring und bekundete hierdurch sein Unverständnis für solche Maßnahmen. Vorsitzender Rath: „So etwas sehe ich vor allem unseren Kindern und Jugendlichen gegenüber als unverantwortlich, denen damit der Schwimmunterricht beim Schulsport entzogen wird. Wir müssen unseren Kindern einen qualifizierten Schwimmunterricht anbieten und das geht beim Schulsport in der Regel nur mit einem Hallenbad und kurzen Wegen dorthin. Deshalb ist in Ebern ein Hallenbad unerlässlich. Auch verschiedene Eltern werden nervös, weil sie nicht wissen, ob ihren Kindern weiterhin ein qualifizierter Schwimmunterricht angeboten werden kann.“ Da die SPD-Fraktion in Ebern über andere Standorte als in der Georg-Nadler-Straße nachdenkt, hält Rath für nicht dienlich. „Das Hallenbad hat wo es ist einen idealen Standort für unsere Schulen, die direkt im Umkreis des Bades liegen. Lange Transportwege bedeuten ein minder an Schwimmausbildung und sind unbedingt zu vermeiden“, so der Vorsitzende. Klaus Bayersdorfer forderte die Anwesenden auf, ständig Druck auf Kreis- und Kommunalpolitik zu machen und die umgehende Sanierung oder den Umbau des Hallenbades in Ebern zu fordern. „Da sollten auch die Eltern mit ins Boot kommen und die Forderungen der DLRG unterstützen. Es geht schließlich um die Schwimmausbildung ihrer Kinder“, sagte Bayersdorfer. Insgesamt war unter den Versammlungsteilnehmern Unmut zu erkennen, der sich auf den Landkreis und der Stadt Ebern richtete. „Man schiebt sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu, was der Lösung des Problems, baldmöglichst wieder das Hallenbad in Ebern wieder nutzen zu können, nicht dient“, sagte eine junge Frau frustriert.

„Jemand der uns sehr unterstützt, ist dritter Bürgermeister Sebastian Stastny von der Jungen Liste“, erklärte Rath. Er versicherte der DLRG Ebern in einem Schreiben, sich mit aller Kraft für deren Belange einzusetzen, da sie eine äußerst wichtige Aufgabe zur Schwimmerziehung von Kindern und Jugendlichen aber auch durch Badeaufsicht in Bädern, Seen und Flüssen wahrnehmen und bei entsprechenden Notlagen hilfreich zur Stelle sind. Stastny schrieb, dass er Landrat Rudolf Handwerker gebeten habe, über die Situation des Hallenbades in Ebern umfassend zu informieren. Die Diskussion um das Hallenbad in Ebern, die sich wie ein roter Faden durch die Versammlung zog schloss Vorsitzender Rudolf Rath mit einem Appell an die Mitglieder der DLRG: „Helft alle mit, die Durststrecke zu überwinden, auch wenn ihr wegen der Nichtnutzbarkeit des Hallenbades in Ebern mehr persönliche Opfer bringen müsst.“

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Viele Einsatz- und Aufsichtsstunden wurden durch Mitglieder der DLRG, Ortsverband Ebern, im zurückliegendem Jahr durch 34 Aufsichtspersonen geleistet. Acht neue Rettungsschwimmer sind zum Team hinzugekommen.

Vorsitzender Rudolf Rath nannte in seinem Bericht verschiedene Vereinsaktivitäten. „Zusätzlich zu unserem ureigensten Aufgaben, der Kinderschwimmausbildung und er Ausbildung von Rettungsschwimmern, Einsätzen bei Badeaufsichten und im Sanitätsdienst, haben wir auch für unsere Mitglieder einiges unternommen.“ Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder Günter Baltruschadt und Gerhard Neckermann, deren Arbeit er für die DLRG würdigte, berichtete Rath, dass sechs Vorstandssitzungen stattgefunden hätten. „In einer Sondersitzung haben wir uns mit dem Hallenbad in Ebern befasst“, so Rath.

Der Dreikönigstagausflug nach Coburg, wo man die Stadt am Fuße der Feste bei Nacht erlebt habe, sei auf gute Resonanz bei den Mitgliedern gestoßen. Der Kinderfasching in Ebern für viele hundert Kinder aus Ebern und Umgebung sei ebenfalls eine „feste Größe“ im Vereinsjahr. Besonders lobte Rath hier das Engagement von Harald Theuring. Dank sagte er Edith Dinkel, welche beim Fischessen am Aschermittwoch mit verschiedenen Fischdelikatessen die Mitglieder verwöhnte. Das Aufstellen eines Maibaumes am DLRG-Heim bei Fierst sei ebenfalls ein schöner Erfolg gewesen. Im kommenden Jahr allerdings wolle man die Maifeier nicht mehr am 1. Mai, sondern am ersten Samstag nach Eröffnung des Freibades abhalten und als Familienfest ausrichten. „Bei unserem Sommerfest stehen immer Attraktionen für Kinder zur Verfügung und Jung und Alt vergnügen sich gleichermaßen.“ Andreas Mölter lasse hier das Vereinsgeschehen mit einer „Beamer-Show“ Revue passieren. Die Weihnachtsfeier soll in diesem Jahr nicht mehr in der Rathaushalle Ebern, sondern in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt in der ehemaligen Kaserne abgehalten werden. Beim Weihnachtsmarkt werde die DLRG mit einem Glühweinstand und einer Losbude vertreten sein. Die Dreikönigsfahrt wird im kommenden Jahr nach Schweinfurt mit Besuch des Georg-Schäfer-Museums stattfinden.

Über die Finanzen der DLRG Ebern berichtete Ingrid Lang, die insgesamt eine gute Bilanz vorlegen konnte. „Auch wenn wir einige kostenintensive Anschaffungen getätigt haben, können wir mit unserer Finanzsituation zufrieden sein“ stellte sie fest. Klaus Bayersdorfer, der mit Harald Theuring die Kasse geprüft hatte, bestätigte der Kassiererin gute Arbeit.

Andreas Mölter, Technischer Leiter und Leiter Einsatz berichtete, dass am 14. Mai 2011 der Eröffnungsgottesdienst zur Freibadsaison war. 333 Stunden wurde Badeaufsicht geleistet, woran DLRG-Mitglieder beteiligt waren. „Wir konnten acht neue Rettungsschwimmer ausbilden“, freute sich Mölter. Die Rückmeldung über das Engagement der DLRG im Freibad Ebern sei positiv, sowohl vom Bademeister als auch von den Badegästen. „Das liegt auch mit daran, dass unser Erscheinungsbild passt.“ Mölter würde sich wünschen, dass im Bereich der neu geschaffenen Umkleide/WC am Schwimmerbecken, Rettungsgerät (Defibrillator, Sanitätskasten usw.) zentral besser angebracht wird. Im Einsatz war die DLRG auch beim Bobbycarrennen in Eichelberg, bei der Mallorcaparty in Hofstetten. Das Boot der DLRG war neun Tage in Würzburg, Eltmann, Haßfurt, Schonungen und bei Viereth mit 30 Betriebsstunden eingesetzt. Dies bei Anwärter- und Bootsgastenausbildung sowie bei Revierkunde. Auf dem Wunschzettel hat der technische Leiter einen Sanrucksack. Geplant sind eine Ausbildung am Defibrillator und ein Dreikönigsschwimmen in Würzburg. Für die verhinderte Ausbildungsleiterin Nicole Fehn berichtete Mölter, dass ein Schwimmkurs mit 24 Kindern durchgeführt wurde, Erste Hilfekurse fanden statt. 69 Kinder legen das „Seepferdchen“ ab, 96 Kinder das Deutsche Jugendschutzabzeichen in Bronze, 49 erhielten dieses in Silber und zwei in Gold. Das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen bekamen in Bronze zehn Personen, in Silber elf. Ähnliche Aktionen sind auch für das Jahr 2012 geplant. Jugendvorsitzende Stephanie Beck berichtete vom Besuch eines Klettergartens in Pottenstein, wo dreizehn Jugendliche teilgenommen hätten.

Zum Schluss der Jahresversammlung nahmen 1. Vorsitzender Rudolf Rath und sein Stellvertreter, Hermann Lohm, Ehrungen von Mitgliedern vor. Viele hatten sich entschuldigt, einige waren der Einladung nicht gefolgt, bedauerte Rath. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Claudia Finzel und Jennifer Lurz geehrt und erhielten neben einer Urkunde das Mitgliedszeichen der DLRG in Bronze. Weitere 16 Personen hätten für die zehnjährige Mitgliedschaft angestanden, drei für 25 Jahre Dienst bei der DLRG.