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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Ortsverband Ebern e.V.

Presse

DLRG EBERN bei Deutscher und Europameisterschaft im Rettungsschwimmen erfolgreich

Erwin Reuter behauptet sich unter europäischer Elite


Einen neuen Teilnahmerekord gab es bei den diesjährigen Deutschen und Europameisterschaften im Rettungsschwimmen. So hatten sich 1700 Lebensretter aus 22 Nationen an zehn Tagen in Lübeck und Travemünde eingefunden, um um Titel und Medaillen im Hallenbad und im Freigewässer im fairen Wettstreit zu kämpfen. Unter ihnen auch Erwin Reuter von der DLRG-Ortsgruppe Ebern, der beste Plätze erreichte.

EBERN/LÜBECK/TRAVEMÜNDE - Neben den Einzelmeisterschaften in den verschiedenen Disziplinen zählten die Wettbewerbe der Nationalmannschaften zu einer der zahlreichen Höhepunkte. Darüber hinaus ermittelten nicht weniger als 84 Vereinsmannschaften in den Interclub Championships sowie die Senioren (Masters) ihre Meister in dieser Trendsportart. Mit Lübeck und Travemünde hatte man DLRG-Wettkampfstätten ausgewählt, die den hohen internationalen Ansprüchen gerecht wurden, zumal die Gastgeber große Erfahrung in der Organisation sportlicher Großveranstaltungen mitbringen. So war die Hansestadt bereits 1990 Austragungsort der Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen. Die Zuschauer, Urlauber und Badegäste konnten die Wettkämpfe hautnah und kostenlos mitverfolgen. Unter ihnen auch Bundesinnenminister Otto Schily, der von den Leistungen der Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen aus 22 Nationen, die bei 23 Disziplinen gegeneinander antraten, tief beeindruckt war.

Die meisten der Teilnehmer leisten in ihrer Freizeit neben dem Training auch noch Wasserrettungsdienst auf ehrenamtlicher Basis an den Küsten und Binnengewässern oder Freibädern und sorgen damit für mehr Sicherheit für Millionen von Badegästen und Wassersportlern in Europa. Für die DLRG als größte Wasserrettungsorganisation der Welt ist der leistungsorientierte Sport kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, die Wasserfreizeit sicherer zu machen, so benannte der Präsident der DLRG, Klaus Wilkens, den humanitären Grundgedanken des Rettungssports.
Unter den 1700 Startern war auch das Aushängeschild der DLRG-Ortsgruppe Ebern, Erwin Reuter, der nicht nur die heimischen, sondern auch fränkischen Farben wieder einmal hervorragend vertrat. Mit Bestleistungen wartete er auf und erreichte Platzierungen, die sich in diesem von ausschließlich Topathleten besetzten Feld sehen lassen können und Anerkennung verdient haben. Reuter war bei den Deutschen Meisterschaften in sämtlichen Disziplinen unter den ersten zehn der Elite zu finden. So war der dritte Platz bei der „Deutschen“ beim 200-Meter-Hindernisschwimmen die beste Platzierung, die Reuter in seiner nunmehr rund 40-jährigen Schwimmerlaufbahn erreicht hat.

Ähnlich stark auch die Vorstellungen beim 100-Meter-Retten mit Flossen, wo Rang fünf und beim 50-Meter-Retten Platz acht heraussprangen. Bei der Mehrkampfwertung landete der Eberner bei der Deutschen Meisterschaft auf Platz sechs, auch dies war die bisher beste Platzierung.

Noch um einiges höher zu bewerten wären die Topergebnisse und Ränge bei der Europameisterschaft (EM), zumal sich die gesamte europäische Elite ein Stelldichein gab. Doch trotz des Kräfteverschleißes in den Tagen zuvor zeigte sich Reuter erneut auf die Minute topfit und ließ keinerlei Verschleißerscheinungen erkennen. Er machte neue Kräfte frei und stellte sich in seiner unbekümmerten Art dem Starterfeld. So sprangen jeweils zwei sechste Plätze beim 200-Meter-Hindernisschwimmen und 100-Meter-Retten mit Flossen heraus, so gut war er noch nie gelegen. Auch mit dem zehnten Platz beim 50-Meter-Retten zeigte sich der Eberner, der bekanntlich auch noch als Vorsitzender der Eberner Ortsgruppe seit vielen Jahren vorsteht, zufrieden, ebenso mit dem hoch einzustufenden siebenten Platz bei der Mehrkampfwertung in der europäischen Spitzenklasse.
Nach dem strapaziösen, jedoch äußerst erfolgreichen Abschneiden bei der Deutschen und der Europameisterschaft, erreichte Reuter zwar etwas müde, jedoch überglücklich und mit der Medaille im Gepäck die Heimat.

24.08.2005