Presse - Deutsche Meisterschaften im Rettungsschwimmen

Bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen konnte Erwin Reuter (links) erneut voll überzeugen und kehrte mit der Bronzemedaille aus Bietigheim – Bissingen zurück. Seine eigenen Erwartungen übertroffen hatte auch der zweite Eberner Teilnehmer, Stefan Ankenbrand (rechts), mit Rang 14 in einem besonders stark besetzten und auserlesenem Feld.
Ebern – Bietigheim-Bissingen - Einen weiteren großartigen Erfolg konnte Erwin Reuter am letzten Wochenende landen. Er kehrte von den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Bietigheim – Bissingen mit der Bronzemedaille nach Hause und konnte die in ihn gesetzten Erwartungen ein weiteres Mal voll erfüllen.
Über 800 Starter gaben sich bei den diesjährigen Titelkämpfen ein Stelldichein, um im fairen Wettstreit die Deutschen Meister 2007 und Nächstplazierten zu ermitteln. Unter ihnen auch Erwin Reuter, der seit Jahren in Deutschland zu den Top 10 seiner Altersklasse gehört. Bis zu vier Trainingseinheiten musste er wöchentlich abspulen, um sich in die Verfassung zu bringen, die erforderlich ist, in der Spitzengruppe Deutschlands mitzumischen. Sein Trainingsfleiß zahlte sich schliesslich auch aus. Auf Grund seiner erreichten Punkte bei der letzten „Deutschen“ und Europameisterschaft wurde der Eberner auf Rang drei von den Verantwortlichen gesetzt und damit war die Erwartung und Anspannung zwangsläufig für ihn noch um einiges größer.
Insgesamt mussten drei Durchgänge geschwommen werden. Nachdem es sich hier um die stärkste Altersklasse handelte und die ersten 15 Teilnehmer sportlich und ergebnismäßig äusserst eng beieinander lagen, war die Spannung vor dem ersten Durchgang bei allen Schwimmern, so auch bei Reuter, nicht zu überbieten. Auch er fieberte dem Wettkampf regelrecht entgegen, zumal man auch nicht so recht wusste, wo man selbst steht und in welcher Verfassung sich die Konkurrenz vorstellt. Der Eberner erwischte einen super Start und konnte als Dritter seiner Altersklasse anschlagen. Somit war die erste Hürde mit Bravur genommen, doch war die Anspannung keinesfalls weniger geworden. Weiterhin voll konzentriert und motiviert ging Reuter die beiden folgenden Disziplinen an. Hier zeigte sich die starke und vor allem ausgeglichene Konkurrenz in Bestform. Nach der zweiten Disziplin, das 50-Meter-Retten, lag der Eberner mit nur wenigen Punkten Rückstand auf dem vierten Platz. Das Zwischenergebnis liess somit alle Möglichkeiten offen, da der Unterschied bei den ersten fünf Rängen nur wenige Zehntel Sekunden betrug. Um den Sprung auf das Treppchen zu schaffen musste der Eberner beim dritten Durchgang eine persönliche Bestzeit schwimmen. Spannung pur war angesagt. So schlugen alle Teilnehmer innerhalb einer halben Sekunde am Beckenrand an. Die Rechnung von Reuter war aufgegangen. In seiner Paradedisziplin, 50-Meter-Retten mit Flossen, schwomm er persönliche Bestzeit. In dieser Disziplin zählt der Eberner seit Jahren zu den schnellsten Schwimmern in seiner Altersklasse. Dank der Topleistung konnte Reuter erneut eine Medaille und zwar diesmal die Bronzene, mit nach Hause nehmen. Er hat damit nicht nur die heimischen, sondern auch fränkischen Farben wieder einmal hervorragend vertreten und dies seit einigen Jahrzehnten. Die nächsten Wettkämpfe von Reuter sind die Bezirksmeisterschaften im März und dann im Juli die bayerischen Titelkämpfe, ehe dann ab August die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2008 anlaufen, die zum erstenmal in Deutschland stattfinden und für jeden Wettkampf – Rettungsschwimmer das große Ziel sein werden.
Doch war mit Stefan Ankenbrand noch ein weiterer Schwimmer des Eberner Ortsverbandes am Start. Ankenbrand , der schon bei den Bezirks – und Bayerischen Meisterschaften sehr viel an Erfahrung sammeln konnte, konnte sich dank der guten Ergebnisse bei diesen Titelkämpfen zum zweitenmal für die „Deutsche“ qualifizieren. Sein Vorbereitungsprogramm hatte er gezielt auf diese Meisterschaft getimt und die geschwommenen Zeiten, die er ein um das anderemal verbessern konnte, deuteten bereits im Vorfeld auf ein gutes Abschneiden hin. Trotz aller Erfahrung war jedoch auch bei Stefan kurz vor dem „Eintauchen“ zur ersten Disziplin eine gewisse Anspannung und Nervosität nicht zu übersehen, da es doch etwas anderes ist bei einer Deutschen Meisterschaft zu starten als in den unteren Regionen auf Orts – oder Bezirksebene. Er zeigte in den Disziplinen 100 Meter Hindernisschwimmen, 50-Meter-Retten und 100 Meter Retten mit Flossen eine beherzte Leistung. Er konnte seine eigenen Erwartungen mit dem 14. Platz in einem seiner Altersklasse besonders stark besetzten Feld übertreffen.
