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Jeder, wie er es verdient. Kaiserwetter beim „Tag der offenen Tür“ der DLRG Ortsgruppe Ebern im Eberner Freibad im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums. Der Eberner Ortsverein stellte sein breit gefächerte Palette eindrucksvoll dar. Halbe Eintrittspreise für die Besucher.
Ebern (di) – Die DLRG, Ortsgruppe Ebern, feierte am Samstag letzter Woche ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum und wurde mit einem Kaiserwetter regelrecht verwöhnt. Man kann sagen, jeder, wie er es verdient, zumal der zweitgrößte Ortsverein mit seinen rund 600 Mitgliedern vor allem viel für die Jugend tut und den Kids eine sinnvolle sportliche Freizeitbeschäftigung anbietet, ob an den Trainingstagen, bei den Wettkämpfen oder auch auf dem gesellschaftlichen Sektor. So zählt die DLRG, Ortsgruppe Ebern, mit zu den aktivsten und rührigsten Vereinen nicht nur in Unterfranken, sondern im gesamten bayerischen Raum. Fitness und Spaß stehen jeweils bei ihr im Vordergrund, aber auch die Vermittlung von Rettungstechniken sowie die Abnahme von Schwimm – und Rettungsabzeichen gehören zum Programm. Großer Beliebtheit erfreuen sich seit Jahrzehnten die Schwimmkurse bei denen den Kids erst einmal die Angst vor dem Wasser genommen wird, um sie dann mit spielerischen Übungen an das nasse Element heranzuführen. So haben bereits rund 2000 Kinder das allseits bekannte und beliebte „Seepferdchen“ erworben und im späteren Verlauf der Jahre großartige Erfolge bei den Wettkampfturnieren und dies über die Grenzen Eberns hinaus, erzielt.
Auf einen Kommersabend verzichtete man heuer und feiert dann in zehn Jahren in entsprechender Form, wenn man dann auf ein halbes Jahrhundert blicken kann. So hatte man sich am Samstag mehr oder weniger auf die Präsentierung des Vereines sprich „Wasserrettungsdienst“ konzentriert und dies war dem Team um Vorsitzenden Erwin Reuter in prächtiger Manier gelungen. Man hatte ein Programm auf die Beine gestellt, in dem die gesamte Palette der Aktivitäten des Jubelvereines enthalten war und an den verschiedenen Stationen für jede Altersgruppe etwas Interessantes und vor allem Lehrreiches in Sachen Wasserretungsdienst dabei gewesen sein dürfte. Auch Petrus liess an diesem Tag seine Schleusen geschlossen, zumal Wasser an diesem Tag von oben her auch nicht gefragt war. Dies fanden die Besucher wohl temperiert in den verschiedenen Becken zur genüge vor, wo sich einiges abspielte. Dank zollte Vorsitzender Erwin Reuter der Stadt Ebern für das Entgegenkommen und die Unterstützung, zumal sie an diesem Tag die Eintrittspreise halbiert hatte und somit den Besuchern auch noch ein „Zuckerl“ gereicht wurde, ebenso galt sein Dank der „Bademeisterei“ mit Chef Peter Bendner und seinem Team, die ebenfalls Verständnis für die Aktivitäten des Jubilars aufbrachten. Für die Bewirtung der Kaffeebar und Getränke waren die neuen Bootsführer verantwortlich, sodass auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.
Bereits im Eingangsbereich konnten die Badegäste das im Vorjahr erst neu eingeweihte Rettungsboot näher unter die Lupe nehmen, wobei ihnen die Bootsführer mit Rede und Antwort zur Seite standen, mit Zahlen und Daten aufwarteten, die so manchen Besucher doch überraschten und in Erstaunen versetzten. An einem Info Stand konnten sich die Badegäste einen allgemeinen Überblick über die Aktivitäten der Ortsgruppe verschaffen.
Im Nichtschwimmerbecken gab die Wassergymnastikgruppe einen Einblick in ihr wöchentliches Fitnessprogramm, wobei die Gruppe mit großer Begeisterung sich im nassen Element bewegte. Gut kam auch die Wassergewöhnung, verbunden mit Anfängerschwimmen, für die Kleinkinder an, wobei Harald Theuring, der auf eine jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Sektor blicken kann, dies den Kids in vorbildlicher Weise vermittelte, unterstützt von seinen Töchtern Ingrid und Sylvia. Auch die Elternteile wurden mit eingebunden und somit sah man nur strahlende Gesichter. Wenige Meter weiter im Becken herrschte große Begeisterung und teilweise sogar Ausgelassenheit der Kinder, die sich auf und um das Krokodil herum tummelten und Ex Bademeister Hans Elflein wie in alten Zeiten in seinem Element war.
Weitaus konzentrierter, jedoch auch weitaus wichtiger für den Schwimmbetrieb allgemein, ging es an der Mittelstation zu, an der Thomas Hagel die Handhabung Defibrillator mit Übungsdefibrillator mit Lebensrettungshandgriffen (Reanimation) demonstrierte. Wolfram Girschke, ebenfalls einer der rührigen Akteure in der Ortsgruppe, demonstrierte eine 1. Hilfe am Baby, ein neuer Programmpunkt der ins Programm der DLRG seit kurzem aufgenommen wurde und angeboten wird. Hervorragend auch die Demonstration von Girschke die Herz – Lungen- Wiederbelebung (HLW) am Juniorretter , die einem Kind im Schuleintrittsalter entsprach. Hier konnten die Besucher die Rettung des „Kindes“ aus der Tiefe des Sprungbeckens mit anschließender Wiederbelebung an der HLW miterleben, was doch recht beeindruckend war. Im großen Becken wurde das Schleppen einer Puppe, das Schnorcheltauchen, das Flossen – und Kleiderschwimmen von Mitgliedern der DLRG demonstriert, wobei sich die eine oder andere „Besucher Wasserrate“ an den Aktionen beteiligte und vor allem beim Kleiderschwimmen feststellen musste, dass das Schwimmen in Kleidung doch viel Kraft kostet und die meisten Schwimmer (innen) nach wenigen Metern aus der Puste waren. Zudem wurde die Selbst – und Fremdrettung, wobei der Juniorretter weitgehend als Rettungsopfer diente, demonstriert. Einige wenige unterzogen sich zudem der Abnahme des Jugendschwimmabzeichens durch Stefan Ankenbrand. Rundum ein in all seinen Teilen gelungener Auftritt der DLRG Ebern, die ein Programm angeboten hatte was von den Besuchern, und diese waren an diesem hochsommerlichen Tag aus allen Himmelrichtungen ins Freibad geströmt, zumal auch noch die Eintrittspreise passten, gut angekommen wurde.
Als man die „Zelte“ im Freibad am späten Nachmittag wieder abgebaut hatte, liess man den so erfolgreich verlaufenen Tag im und um das Vereinsheim herum in Fierst, ohne viel Gesums und große Reden, jedoch bei einem vorzüglich schmeckenden Spanferkel und Schinken im Brotteig sowie einem frisch gezapften Bierchen ausklingen, wobei auch beim zweiten Teil des Jubeltages beste Stimmung und diese bis in die späten Abendstunden herrschte, zumal die DLRG auch einiges vom Feiern versteht. di
